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Tag 1.613

Samstag, 30.07.2011 um 13:00 Uhr

Dreifachpremiere in Bad Pyrmont……….

Die Vorzeichen ließen einen schönen Marathon nicht erahnen. Meine Achillessehne hatte sich zwar beruhigt, war aber noch nicht ganz fit. Mein Rücken ließ zusammen mit der malträtierten Ferse keine vernünftige Vorbereitung zu und vormittags schüttete es in Bad Pyrmont wie nichts Gutes. Wie gesagt, keine schönen Vorzeichen. Bei der Startnummern-Ausgabe habe ich wegen des schlechten Wetters sicherheitshalber noch ein Langarmshirt gekauft, was sich später als sehr gute Investition herausstellte.

Kurz vor dem Start traf ich noch Christel, die sich spontan für den Marathon gemeldet hatte. Das erwies sich für mich als Glücksfall, da sie für die erste Premiere verantwortlich ist. Erst bei meinem 21. Marathon bin ich über die gesamte Strecke mit ein und derselben Laufbegleitung unterwegs gewesen. In meinem Fall sogar mit einer sehr netten Begleiterin. Danke fürs mitnehmen Christel 😉

Der Startschuss fiel pünktlich um 13 Uhr und eine Meute von weit über 200 Marathonis machte sich auf die beschwerliche Strecke mit 690 zu bewältigenden Höhenmetern. Von den gesamten Startern haben letztendlich 212 diesen schönen Landschaftsberglauf geschafft. Ganze 6 haben Christel und ich hinter uns gelassen. Diese für mich gewaltige Menge an Höhenmetern war auch gleich meine zweite Premiere. Bisher bin ich nämlich nur im Flachland unterwegs gewesen. Entsprechend groß war natürlich mein Respekt vor den Steigungen.

Der erste Streckenabschnitt führte auch gleich ein paar Höhenmeter bis zur hylligen Born-Quelle (Wandelhalle). Danach ging es noch kurz durch Park- und Wohngebiete und nach ca. 2,5 Kilometern verschwanden wir gewissermaßen in der Landschaft, die uns erst 36 Kilometer später wieder ausspuckte. Dazwischen lagen nämlich nur Berge und Bäume. Unterbrochen wurde das Blätterdach immer mal wieder von äußerst schönen Landschaften. Die ersten Steigungen nahmen Christel und ich noch recht flott im Laufschritt. Als die Anstiege immer größer wurden, wechselten wir in einen Gehschritt. Nicht nur die Ausblicke in die wunderschöne Landschaft brachten kleine Motivationsschübe. Auch die reichhaltig ausgestatteten Verpflegungsstände waren jedes Mal eine kleine Sünde wert. Denn an jedem Stand gab es von Wasser über Iso-Getränken bis zur Cola alle Varianten für eine flüssige Nahrungsaufnahme. Den Rest der Auslage haben wir dann einfach den Klaus-Gedächnis-Stand getauft. Von Schokolade in allen Variationen über Müsliriegel bis hin zu Traubenzucker und dergleichen wurde alles angeboten. Im nächsten Jahr musst Du hier einfach laufen Klaus.

Die Anstrengung der Steigungen hielt sich bei mir erstaunlicherweise in Grenzen. Viel schlimmer waren die „Abfahrten“, bei denen wir ständig aufpassen mussten bei der hohen Geschwindigkeit nicht zu stolpern. Bremsen war manchmal fast nicht mehr möglich. Gefreut haben wir uns jedes Mal über die „geraden“ Streckenbereiche, die wir im gemütlichen Laufschritt genießen konnten. Die letzten 4 Kilometer ging es dann nur noch bergab. Leider bremsten mich Schmerzen von einer höheren Schlagzahl, aber Christel schaffte es immer wieder mich zu motivieren, so dass wir gleichzeitig die Zielmarke überschritten. Meine dritte Premiere bei dem heutigen Lauf war dann die 5er Zeit.

Fazit: So einen schönen Marathon hatte ich bisher selten. Die Verpflegungsstände sind nicht mehr zu toppen und den Respekt vor den Höhenmetern verliert man auch mit der Zeit.

Strecke: 42,195 km
Zeit: 5 Stunden, 15 Minuten und 6 Sekunden
Pace: 7 Minuten und 35 Sekunden
Wetter: bewölkt, Wind W, 2 m/s, 15 Grad

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