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Tag 360

Samstag, 23.02.2008 um 10:06 Uhr

Knapp daneben…….

Eigentlich habe ich mich auf diesen Marathon so gut vorbereitet wie nie zuvor für einen langen Lauf. Aber erstens kommt alles ganz anders und zweitens als man denkt 😉

Der 14. Kieler Famila Marathon beginnt am Ostseekai und führt in Richtung Norden an der Kieler Förde immer direkt am Wasser entlang. Die Verkehrsinsel hinter dem Flandernbunker ist der nördliche und etwa einen Kilometer hinter der Start- und Ziellinie ist der südliche Wendepunkt. Eine Runde entspricht 10,5 Kilometer und muss logischerweise 4 mal durchlaufen werden. Im Normalfall…….

Der Lauf begann mit etwa 6 minütiger Verspätung. Kurz vor uns sind die Läufer für eine Runde gestartet und kurz nach uns sind die Halbmarathonis auf die Strecke gegangen.

Da war ich noch guter Dinge - Kiel-Marathon 2008

Da war ich noch guter Dinge.

Zu Beginn lief es ausgezeichnet und genau nach Plan. Nach KM 2 habe ich bereits die ersten Ein-Runden-Läufer überholt und war super motiviert. Das Wetter spielte anfangs auch sehr gut mit und bescherte uns Sonnenschein bei ca. 10 Grad. Später kamen dann immer wieder fiese Böen meistens von vorne dazu. Bei der Verpflegungsstelle nach der ersten Wende griff ich mir einen Becher Wasser und wunderte mich sehr, dass es lauwarmes Wasser war. Egal, immer noch besser als gar nichts. Zuschauer waren zwar eine ganze Menge an der Strecke, aber die interessierten sich mehr für die schöne Aussicht und die Uferpromenade als für die „Verrückten“. Bei KM 10 hatte ich noch eine Durchgangszeit nach Plan und KM 20 war auch noch voll drin. Obwohl sich bei KM 15 bereits mein Magen unangenehm bemerkbar machte.

Man sieht den Kampf - Kiel-Marathon 2008

Man sieht den Kampf förmlich.

Bei KM 22 musste ich dann wegen Rückenschmerzen eine außerplanmäßige Gehpause einlegen. Ab da ging dann die Tour der Leiden los und ich konnte nie mehr als einen Kilometer durchgehend laufen. Bei KM 30 kamen dann Herzstiche hinzu, bei denen ich dann immer sofort den Laufschritt unterbrach und so lange wieder ging bis die Herzstiche aufhörten. Komischerweise hatte ich bei KM 39 weniger Schmerzen und die Phase nutzte ich dann für eine längere Laufstrecke.

Gezeichnet von der Belastung - Kiel-Marathon 2008

Gezeichnet von der Belastung.

Im Ziel war ich heilfroh, dass es endlich vorbei war.

Leider hat es mit einem Treffen mit Silke (lauffreundin) nicht geklappt, aber wir haben uns wenigstens unterwegs ein paar Mal zugewunken.

Fazit: Eine erneute Tour der Leiden für meinen Körper. Der Marathon als solches ist gut organisiert und führt über weite Strecken sozusagen durch  „Postkarten“.

Strecke: 42,195 km (Marathon)
Zeit: 4 Stunden, 40 Minuten und 38 Sekunden
Pace: 6 Minuten und 44 Sekunden
Wetter: Sonne/bewölkt, Wind SO, 5 m/s, 11 Grad

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