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Tag 864

Samstag, 11.07.2009 um 18:02 Uhr

Bremerhaven zum Dritten…….

Dieser Lauf fing auf der Hinfahrt mit zwei Baustellen und einem heftigen Regenschauer nicht gerade verheißungsvoll an und das sollte sich dann auch beim Lauf so fortsetzen. Meinen angestammten Parkplatz habe ich ruck-zuck gefunden und die Startunterlagen waren sehr schnell in meiner Tasche verstaut. Leider haben die Organisatoren auch hier das Sparen angefangen und in diesem Jahr ein Funktionsshirt von einer mir völlig unbekannten Marke angeboten. Kurze Zeit später traf ich mich mit Frank und Heike. Einige Stücke Kuchen und einen Kaffee später war es soweit und ich lief zur Sporthalle der Edith-Stein-Schule, in der in diesem Jahr sowohl die Umkleiden als auch die Duschen sowie die Garderobe untergebracht waren. Als ich mich dann in Laufschale geschmissen hatte und zum Startbereich kam, war zwischenzeitlich auch unsere liebe Ingeborg eingetroffen.

"Drogentausch" vor dem Bremerhaven-Marathon 2009

„Drogentausch“ der Täglichläufer!

Massage vor dem Bremerhaven-Marathon 2009

Vor dem Start noch kurz massiert 🙂

Der Bremerhaven-Marathon hatte ich sich ja leider, in Bezug auf die Zuschauerbeteiligung und der geänderten Streckenführung, im letzten Jahr etwas zurück entwickelt. Zuschauer waren bei den letzten Läufern kaum mehr vorhanden und die Strecke führte über einen kargen 10,5 KM-Rundkurs. In diesem Jahr hofften wir auf eine höhere Zuschauerbeteiligung, damit es auch für uns „Hinteren“ zu einem Lauf der Emotionen wird. An der Strecke wurde nichts geändert.

Die Teilnehmerzahl von 1.395 Läufern für 3 Strecken blieb wie im letzten Jahr in etwa gleich. Davon waren 156 Marathonies am Start, von denen aber nur 111 Männer sowie 17 Frauen gefinisht haben. Angemeldet waren am Vorabend noch 169 Läufer/innen. Ingeborg, Frank und ich zogen es in Anbetracht der vielen 10 KM-Läufer und Halbmarathonies vor, von ziemlich weit hinten zu starten. So hatten wir eine kleine Garantie, dass wir nicht zu schnell beginnen. Leider haben wir unser Vorhaben sozusagen selbst torpediert, da wir die ersten 5 KM mit 31 Minuten deutlich zu schnell unterwegs waren. Ingeborg zog uns förmlich die ersten 15 KM über die Strecke.

Der Flitzer beim Bremerhaven-Marathon 2009

Der Flitzer

Leider musste sie dann bei KM 18 abreißen lassen und so liefen Frank und ich unbeirrt weiter. Bei KM 28 überholten wir dann eine nette Läuferin, die sich uns dann einige hundert Meter weiter anschloss. Ab KM 34 ging meine Leistung deutlich in den Keller. Zwar hatte ich auch Schmerzen in den Beinen und im Rücken, aber daran habe ich mich ja schon langsam gewöhnt. Bereits zu diesem Zeitpunkt wusste ich, dass es kein Lauf wie in Hesel werden würde. Zu meiner Freude lief Frank munter weiter und brach nicht bei KM 34 ein. So liefen wir dann die letzte Runde vor eine unbedeutenden Anzahl von Zuschauern in die aufkommende Dunkelheit. Leider wurde unsere kleine Gruppe dann bei KM 40 auseinander gerissen, da Frank die ersten 200 m nach seiner persönlichen Verpflegungsstation nicht mehr in seinen Lauf kam. Wir warteten einige Sekunden auf Frank, aber ich musste mich dann verabschieden, da ich überhaupt nicht mehr konnte und nur noch schnell ins Ziel wollte. Isabel kam mir in einem Abstand von 200 m hinterher. Kurz vor dem Ziel habe ich dann mein Tempo gedrosselt und bin mit Isabel dann gemeinsam über die Ziellinie gelaufen. Kurz nach dem Zieleinlauf bekam ich Schüttelfrost. Ich wartete noch die Ankunft von Frank ab und „lief“ dann schnell zur Umkleide.

Stolz wie Bolle nach dem Bremerhaven-Marathon 2009

Stolz wie Bolle.

Mein Unwohlsein nahm seinen Lauf und mir ging es immer schlechter. Im Zielbereich feuerten wir noch Ingeborg an und danach ging es mit ihr zum Mitternachtsbüfett.

Das obligatorische Nachher-Foto Bremerhaven-Marathon 2009

Das obligatorische Nachher-Foto 🙂

Dort wurde meine Übelkeit nur sehr langsam etwas besser. So einen richtigen Hunger hatten wir beide nicht und wir verabschiedeten uns dann kurz nach Mitternacht voneinander.

Fazit: Ein gut organisierter Marathon mit etwas mehr Zuschauern im Zielbereich als im letzten Jahr.
Strecke: 42,195 km
Zeit: 4:27:05 Stunden
Pace: 6 Minuten und 19 Sekunden
Wetter: Sonne/bewölkt/Nieselregen, Wind S, 3 m/s, 18 Grad

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