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Streak-Tag 491: Klitschnasse Galloway-Marathon-Premiere

Zu meiner Galloway-Marathon-Premiere kann ich nur sagen……BÄHM 🙂

Das diese Laufmethode funktioniert, hatte ich ja bereits dreimal auf meiner Bollenrunde gesehen. Das ich die 9er-Blöcke dermaßen konstant bei einem Marathon hinbekomme, war dann doch eine äußerst positive Überraschung. Aber alles mal schön der Reihe nach.

Angereist bin ich zusammen mit Stefanie. Wir sind in getrennten Wagen gefahren, da sie den Halbmarathon lief und bei dem Dauerregen nicht unbedingt stundenlang auf mich warten muss. Wir kamen trotz einer kurzen Trennung zeitgleich auf dem Aldi-Parkplatz an. Den hatte ich vor genau 5 Jahren bereits frequentiert, da er sehr zentral liegt und die Wege zu dem Meldebüro, dem Start sowie dem Ziel nicht allzu weit auseinander liegen.

Wir holten uns als Erstes unsere Startunterlagen nebst schickem Funktionsshirt, verstauten alles in den Wagen und suchten Zuflucht im Café Classico direkt an der Partymeile. Der Dauerregen ging uns jetzt schon gehörig auf den Senkel. Zum Glück merkte man den Regen im Trockenen bei einem Becher Milchkaffee sowie einem Stück Käsekuchen und einer Baisertorte nicht wirklich. So blieben wir bis ca. 16 Uhr in dem Café. Danach kurz zu den Autos, mit der Laufkleidung aufhübschen und ab in den Startbereich. Das obligatorische Racebooker-Foddo stand um 16:30 Uhr auf dem Zettel. Als wir dort ankamen, war das Foddo bereits geschossen und alle gingen schon auseinander. Nöööö, nicht mir mir. Lauthals verschaffte ich mir Gehör und es wurde eine neue Foddo-Aufstellung gemacht. Dieses Mal allerdings mit Stefanie und mir……geht ja gar nicht so was.

Im Startbereich begrüßte ich noch Christel und unpünktlich ging es um 17:04 Uhr auf die Strecke. Die spätere Zeit hatte seinen Grund in der Streckenführung des 10-km-Laufes. Diese wurde nämlich geändert, was einige Streckenposten aber nicht wussten und die Läufer deshalb unterschiedliche Distanzen liefen. Wien lässt grüßen!

Vorgenommen hatte ich mir bei meiner zweiten Teilnahme beim Hasetal-Marathon, dass ich die im Training getestete Galloway-Laufmethode bei einem Marathon komplett umsetzen wollte. Das hieß in meiner Planung die ersten 16 Minuten für den Streak zu laufen. Danach 2 Minuten Gehpause, gefolgt von 9-Minuten-Blöcken bestehend aus 7 Minuten laufen und 2 Minuten gehen. Ich lief die ersten 16 Minuten mit Stefanie und etwas hinter Christel. Wir waren, wie sich später herausstellte, die letzten Marathonis. Nach 16 Minuten wünschte ich Stefanie viel Erfolg und begann meine erste Gehpause. Wie von Jeff Galloway vorhergesagt, gafften mich einige Läufer verwundert an und schüttelten den Kopf. Nach 2 Minuten gehen durfte ich wieder loslaufen. Ich schloss nach ca. 5 1/2 Minuten zu Christel auf. In dem kurzen Gespräch bis zur nächsten Gehpause erklärte ich ihr mein Vorhaben. Danach trennten sich unsere Wege wieder, aber nur für ein paar Minuten. Nachdem ich sie bei dem nächsten Laufblock wieder einholte, klinkte Christel sich bei mir ein. Das war eine super Entscheidung, denn jetzt hatte ich jemanden zum schnacken und mitrechnen 🙂

Wir zogen unsere 9er-Blöcke ziemlich konstant durch. Zwischenzeitlich überholten wir einige Halbmarathonläufer und einen Marathoni. Der Regen wurde auch schlimmer und Christel überlegt sich einen Ausstieg nach der halben Distanz. Aber wie UHB immer so schön sagt, wir haben uns ja sowieso nichts anderes vorgenommen. So liefen wir gemütlich weiter, schnackten über Gott und Welt und sahen immer mal wieder helle Bereiche am Himmel. Leider waren die nie direkt über uns und so regnete es rigoros weiter. Aber wie gesagt, wir hatten uns ja sowieso nichts anderes vorgenommen. An den einzelnen Verpflegungsständen wurden wir, trotz des Dauerregens, teilweise frenetisch angefeuert. Zwei Kilometer vor dem Ziel überholten wir einen Läufer mit einer gelben Nummer. Was macht der Halbe denn noch auf der Strecke? Er meinte, dass er einfach noch Bock hatte zu laufen und hängte eine zweite Runde dran. Auf mich wirkte er etwas verwirrt und reichlich angetrunken. Leider nervte er uns förmlich bis ins Ziel mit seiner penetranten Art.

In der letzten Gehpause vor dem Ziel holte ich meinen Spickzettel heraus. Zum Glück hatte ich ihn vorsorglich in Elefantenpapier eingeschlagen, sodass die Schrift trotz des vorherigen Regens noch zu erkennen war. Ich hatte noch ein Zeitfenster von 5:00 bis 5:05 Stunden sowie 5:09 und 5:10 Stunden, die im Bereich des Möglichen lagen. Ich beschloss aber bei Christel zu bleiben und nicht zu „spurten“. Die alten Hasen der Täglichläufer halten zusammen, wenn man schon mal zusammen gelaufen ist. Wenige hundert Meter vor dem Ziel überholten wir noch Gerd Junker vom 100 MC. Freudestrahlend und recht locker liefen wir ins Ziel und holten uns unsere Belohnungen ab.

Hasetal-Marathon 2016

Die Löninger Belohnung

Als Erkenntnis aus dem Galloway-Test kann ich mitnehmen, dass ich noch nie so dermaßen konstant einen Marathon gelaufen bin und im Ziel noch so frisch war!

Galloway-Blöcke-Hasetal

Meine Galloway-Blöcke im Detail

An den einzelnen 9er-Blöcken kann man sehr deutlich sehen, dass wir sogar kurz vor dem Ziel noch konstant unterwegs waren.

Fazit: Der Hasetal-Marathon ist immer eine Reise wert. Für das miese Wetter in diesem Jahr kann der Veranstalter ja nichts.

Datum: 25.06.2016 um 17:04 Uhr
Strecke: 42,20 km (Marathon)
Laufzeit: 5:05:21 Stunden
Pace: 07:14 Minuten
Trainingstyp: Wettkampf
Wetter: Dauerregen, SW, 2 m/s, 16 Grad

1 Kommentar

  1. Pingback: Rinderlaufen oder der Zeitsprung 2016 - Morgenläufer

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